Wildnis und Parks statt wildes Parken

Wildnis und Parks statt wildes Parken

RB Leipzig empfängt am Dienstag, 25.10.2022 Real Madrid zum Champions-League-Spiel in der Red Bull Arena. Obwohl ausreichend kostenlose Park-and-Ride-Parkplätze ausgewiesen sind, in der Innenstadt Parkhäuser vorhanden sind und der ÖPNV mit der Eintrittskarte 4 h vor und nach dem Spiel kostenlos genutzt werden kann, werden zahlreiche Autofahrer so nah wie möglich ans Stadion fahren, um dort zu parken.

Wie bei vorausgegangenen Fußballspielen, Konzerten und Veranstaltungen werden Falschparker Feuerwehrzufahrten, Geh- und Radwege blockieren sowie ihre Fahrzeuge auf Grünflächen in den Landschafts- und Naturschutzgebieten abstellen und diese damit schädigen.

Ordnungsamt und Polizei verhindern dies regelmäßig nicht. Auch die Stadt Leipzig ergreift nur zögerlich Maßnahmen, die Auwald und Grünflächen vor Schäden durch Falschparker schützen. Bei einer Großaktion konnten im September mehr als 1.600 Verstöße festgestellt oder verhindert werden. Es fehlen nachhaltig wirksame Sanktionen. Einige Autofahrer*innen haben kein Problembewusstsein. Bußgelder werden einkaluliert anstatt ordnungsgemäß zu parken.

Deshalb haben mehrere Akteure am 25.10.2022 ab 19 Uhr an folgenden Punkten Kundgebungen unter dem Motto Wildnis und Parks statt wildes Parken angemeldet:

  1. Am Elsterwehr/Peterssteg (Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e. V.)
  2. Jahnallee/Richard-Wagner-Hain/Sportforum Süd (Verkehrswende Leipzig)
  3. Cottaweg/Jahnallee (Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig)
  4. Mainzer Str./Marschnerstr. (Verkehrswende Leipzig)

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Einerseits wollen sie damit Schutzgebiete und Grünanlagen direkt schützen. Andererseits fordern sie Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport, auf, ein Konzept zum Schutz der Grünflächen vor Falschparkern vorzulegen und umzusetzen. Konkret bedeutet das:

  1. Das Personal im Ordnungsamt muss deutlich aufgestockt werden.
  2. Kontrollen müssen wahrnehmbar, regelmäßig, flächendeckend und zusätzlich anlassbezogen durchgeführt werden.
  3. Schwerpunktkontrollen dürfen Kontrollen in anderen Stadtteilen nicht beeinträchtigen.
  4. Zu Großereignissen muss Falschparken an neuralgischen Stellen präventiv verhindert und Grünflächen geschützt werden.
  5. Für Großereignisse sind Abschleppkapazitäten zu vergrößern.
  6. Es ist noch deutlicher auf die P&R Parkplätze hinzuweisen.

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